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Rundgang 3: Asoziale und Kriminelle im KZ-Gusen Kostenlos

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Datum: Freitag, 06. November 2026
Uhrzeit: 13:30 – 16:30
Treffpunkt: Besucher:innenzentrum KZ-Gedenkstätte Mauthausen

Die Geschichte des Konzentrationslagers Mauthausen begann am 8. August 1938, nicht wie vielfach angenommen wird mit der Verfolgung politischer Gegner oder der Deportation und schlussendlichen Vernichtung der jüdischen Bevölkerung, sondern mit dreihundert Personen in sogenannter polizeilicher Sicherheitsverwahrung. Diese sogenannten „Berufsverbrecher“ bildeten den ersten Transport von Gefangenen, mit ihnen wurde die Institution „Konzentrationslager“ in Österreich etabliert. Die nationalsozialistische Exekutive benutzte insbesondere in den Vorkriegsjahren das Konzept der „vorbeugenden Verbrechensbekämpfung“ dazu, die Inhaftierung von Personen im Rahmen einer an der Justiz vorbei praktizierten „Generalprävention“ zu legitimieren. Menschen wurden aufgrund unterschiedlicher Vorstrafen nach willkürlichen Kriterien zu geborenen Kriminellen erklärt, deren dauerhafte Entfernung aus der Gesellschaft jenseits rechtsstaatlicher Grundlagen erfolgen konnte. War dies erst etabliert, konnte man durch den breit gefassten Begriff „Asozial“ dieses Prinzip auf einen nochmals deutlich größeren Personenkreis anwenden. Der Rundgang durch die Gedenkstätte Mauthausen bespricht anhand unterschiedlicher historischer Beispiele die Geschichte dieser Häftlingsgruppe.

Rundgangsleitung: Daniel Tscholl, Vermittler an der Gedenkstätte Mauthausen